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Wilhelm Wagenfeld Haus

Die Wilhelm Wagenfeld Stiftung betreut den Nachlass des international renommierten, in Bremen geborenen Bauhaus-Schülers Wilhelm Wagenfeld (1900-1990)


ab 9. Oktober 2016 bis 29. Januar 2017
Museen Böttcherstraße, Paula Modersohn-Becker Museum

Emil Nolde trifft Paula Modersohn-Becker

Paris, um 1900: Die junge, noch unverheiratete Künstlerin Paula Becker und der Maler Emil Hansen, später Nolde, begegnen sich. Eine erste und einzige Begegnung, die eine Randnotiz in der Kunstgeschichte wäre, gäbe es nicht weitere interessante Parallelen und Entwicklungen, die nun zum ersten Mal in einer Ausstellung aufgezeigt werden. Ab dem 9. Oktober 2016 treffen Paula Modersohn-Becker und Emil Nolde in den Museen Böttcherstraße in Bremen erneut aufeinander. Im Fokus aller 70 ausgestellten Kunstwerke steht der Mensch: Ein Motiv, das beide über ihr gesamtes Schaffen hinweg faszinierte.

Insbesondere bei Emil Nolde überrascht die Tatsache, dass figürliche Darstellungen zu den quantitativ häufigsten Sujets seines Werkes zählen. »Einige Male bin ich gefragt worden, ob ich denn gar kein Interesse an Menschen nehme, weil anscheinend ich so wenig hinschaue. ‚Doch sehr’, sagte ich, […]. Vielleicht nur anders als üblich. In einer zwölftel Sekunde soll das Auge den Eindruck aufnehmen können […]. Aber auch, wenn man Menschen nur halb ansieht, dann werden sie einfacher und größer«, berichtet der Künstler in seinen Aufzeichnungen. Diese Einfachheit und Größe ist es, die ihn mit Paula Modersohn-Becker verbindet. Sie schreibt in einem ihrer Tagebücher, dass »die Einfachheit der Form ?...? etwas Wunderbares« sei und sie »überhaupt bei intimster Beobachtung die größte Einfachheit« anstrebe.

Ausgangspunkt der Ausstellung sind die Aktstudien von Paula Modersohn-Becker und Emil Nolde, die während ihres Aufenthaltes in Paris um 1900 entstanden sind. In der Gegenüberstellung lassen sich die charakteristischen Merkmale ihrer späteren Kunst erahnen: Während sich die Bilder von Emil Nolde durch das Malerische und die Farben abheben, scheint Modersohn-Becker bereits einen besonderen Blick für Formen und Flächen entwickelt zu haben. Bei aller Gegensätzlichkeit eint sie auch in diesen frühen Arbeiten die Suche nach dem Wesentlichen, die den Verlauf ihres künstlerischen Schaffens prägte. Beiden ging es in der Malerei nicht darum, etwas abzubilden, sondern vielmehr um Stimmungen und Empfindungen. In der Ausstellung wird dies in der direkten Gegenüberstellung thematisch ähnlicher Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Drucke deutlich. Auf unterschiedlichen Wegen reduzieren Nolde und Modersohn-Becker das Naturvorbild, wenden sich jedoch nie in Gänze davon ab; mit der Konzentration auf Farben oder Form gelingt es ihnen, das Charakteristische ihres Gegenübers zu erfassen und den Bildern dadurch einen besonderen, nahezu intimen Ausdruck zu verleihen.

Die erste direkte Gegenüberstellung ausgewählter Werke von Paula Modersohn-Becker und Emil Nolde ermöglicht überraschende Vergleiche zwischen zwei Pionieren der Moderne, die sich bei aller Verschiedenheit vor allem als eines präsentieren: als Menschenmaler.

Die Museen Böttcherstraße leiten mit ihrer Ausstellung im Paula Modersohn-Becker Museum von einem Nolde-Jubiläum zum nächsten über: 2016 jährt sich Emil Noldes 60. Todestag, 2017 wäre er 150 Jahre alt geworden.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Nolde Stiftung Seebüll statt.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung.
Es erscheint ein 144-seitiger Katalog mit Aufsätzen und Illustrationen zur Ausstellung (24 €).

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Di., 16.10. & Fr., 11.11. jeweils 18.30 bis 19.30 Uhr, So., 4.12., 17.30 bis 18.30 Uhr
Paula Modersohn-Becker Museum

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Lothar Schneider, Akkordeonist

Musikalische Führungen

Musette, Walzer, Tango und Kompositionen des einzigartigen Erik Satie - Akkordeonist Lothar Schneider und Christine Holzner-Rabe entwickeln einen musikalisch-kunstgeschichtlichen Dialog zu den Werken Emil Noldes und Paula Modersohn-Beckers. Die Abendveranstaltung im Paula Modersohn-Becker Museum zur aktuellen Schau "Emil Nolde trifft Paula Modersohn-Becker" beginnt um 18:30 Uhr und endet bei Sekt, Saft, Wein und anregenden Gesprächen.

Der Eintritt kostet € 18 und inkludiert den Ausstellungseintritt, den Rundgang sowie ein Getränk zum Abschluss.
Um Anmeldung wird gebeten: info@museen-boettcherstrasse.de

So., 16.10., 20.11, 18.12.2016 und 15.1.2017, jeweils 15 bis 16 Uhr
Paula Modersohn-Becker Museum

Familienführung
Paula, Emil und wir

Blaue Haare und Lätzchen, Strohhut, weiße Hemden und Blumen – die Gemälde von Emil Nolde und Paula Modersohn-Becker in der aktuellen Gegenüberstellung der Museen Böttcherstraße sind durchzogen von Details, die sich als Requisiten für eine ganz besondere Familienführung eignen. Mit Hüten und anderen Gegenständen kostümiert, erdenken Eltern und Kinder bei dem Rundgang „Paula, Emil und wir“ die Geschichten, die hinter diesen Menschenbildern stecken könnten. Der Kreativität ist keine Grenze gesetzt.


Paula Modersohn-Becker und Emil Nolde waren fasziniert von dem Motiv Mensch und schufen zahlreiche Figurenbilder, die nun im Mittelpunkt der aktuellen Sonderausstellung „Emil Nolde trifft Paula Modersohn-Becker“ stehen. Aktdarstellungen, maskenhafte Porträts, , von Blumen umgebene Figuren und Kinder, die alleine oder in der Landschaft das Bildmotiv stellen, verdeutlichen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden „Menschenmalern“, die vor allem durch die Suche nach der Einfachheit und dem Wahrhaftigen verbunden sind. In der Familienführung „Paula, Emil und wir“ sollen die Bilder von Emil Nolde und Paula Modersohn-Becker spielerisch entdeckt werden. Mit der Hilfe von Kostümierungen schlüpfen die Kinder und Erwachsenen in die Rollen der Figuren auf den Bildern und erfinden gemeinsam die Geschichten, die hinter diesen Bildern stecken könnten. Warum hat das Mädchen einen Strohhut auf dem Kopf? Ist es so heiß? Und wer ist das Kind in seinem Arm? 
Der Eintritt zur Familienführung kostet 3 € pro Person (ab 17 Jahre) zuzüglich Ausstellungseintritt.

Museen Böttcherstraße
Paula Modersohn-Becker Museum & Ludwig Roselius Museum

Die Museen Böttcherstraße bilden den architektonischen wie kulturellen Höhepunkt der berühmten Böttcherstraße im historischen Zentrum Bremens. Sie umfassen das Ludwig Roselius Museum und das Paula Modersohn-Becker Museum.

 

Das Paula Modersohn-Becker Museum ist ein Bauwerk des Bildhauers, Kunsthandwerkers und Architekten Bernhard Hoetger. Es ist das weltweit erste Museum, das einer Malerin gewidmet wurde. Hier werden dauerhaft Meisterwerke der Namensgeberin präsentiert. Überdies beherbergt das Museum die umfangreichste Sammlung von Skulpturen, Gemälden und Zeichnungen Bernhard Hoetgers. Regelmäßig finden darüber hinaus Sonderausstellungen statt.

 

Das Ludwig Roselius Museum wurde 1928 von Ludwig Roselius, Erfinder des entkoffeinierten Kaffees und Gründer der Kaffee HAG eröffnet. Hier machte er seine Sammlung von Kunst und Kunsthandwerk zugänglich. Hochrangige Kunstwerke fügen sich in ein Ensemble von kostbaren Möbeln, Teppichen, Wandbekleidungen und Kunstgewerbe. Unter den ausgestellten Kunstschätzen befinden sich Werke von Lucas Cranach d. Ä. wie auch der bekannte Silberschatz der Compagnie der Schwarzen Häupter aus Riga.


Öffnungszeiten: Di bis So 11-18 Uhr
Führungen: So 11.30 Uhr

So finden Sie uns

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