Gerhard-Marcks-Haus
Die Lange Nacht der Bremer Museen
25. Mai 2013, 18.00 bis 1.00 Uhr
Nachts im Museum. Das zu erleben, hat ohne Zweifel einen besonderen Reiz. Und einmal im Jahr ist es möglich. Am Samstag, dem 25 Mai 2013, 18 bis 1 Uhr beteiligen sich 20 Institutionen, auch das Gerhard-Marcks-Haus. In diesem Jahr lautet das Motto: "Meisterwerk" und wird sich wie ein roter Faden durch die Lange Nacht ziehen. Was macht ein Meisterwerk eigentlich aus? Ist das Meisterwerk das wertvollste Stück für ein Museum? Nachfolgend finden Sie das komplette Programm des Gerhard-Marcks-Hauses.
Gerhard-Marcks-Haus
Präsentation des Meisterwerks mit Eveline van Duyl
19.00 Uhr
Zusammen mit Jugendlichen wird die Künstlerin eine Installation um ihr persönliches Meisterwerk entstehen lassen. Auf Anhieb faszinierte sie der sanfte, liebliche und lebendige Gesichtsausdruck des Mädchenkopfes "Freya" von Gerhard Marcks, den sie an diesem Abend auf fruchtbare Weise durch einen Körper ergänzt.
Gerhard-Marcks-Haus
Gemischtes Doppel - Kunst trifft Kleid
18.00, 21.00 und 23.00 Uhr
Was für die einen Stoff und Nähmaschine, war den anderen Pinsel und Farbe. Das Kollektiv Mode 28 schuf weiße Kleider, Bremer Künstler deren Farbgestaltung. Nun zu erleben: Kleidsame Kunstwerke auf dem Laufsteg.
Gerhard-Marcks-Haus
Denkste!?
Kultur vor Ort e. V.
18.00 bis 22.00 Uhr
Gröpelinger Schüler, inspiriert von den Philosophenporträts von Eveline van Duyl, präsentieren ihre Kunstwerke. Sie gießen Fragen in Formen, zeichnen das Denken und bauen Formulierungen. Das Materialisieren der eigenen philosophischen Gedanken mündet in einer Installation.
Gerhard-Marcks-Haus
Darstellendes Spiel
"Viel! Oh! Sophie!"
18.30 und 20.00 Uhr
Darstellendes Spiel "Viel! Oh! Sophie!" mit Schülern des Alten Gymnasiums,Leitung: Eve-Marie Hadamovsky und Ingrid Sahner
Gerhard-Marcks-Haus
Kopfsache! Wie sieht Dein Meisterdenker aus? Workshop für Kinder und Jugendliche
18.00 bis 22.00 Uhr
Die Zusammenkunft unterschiedlicher Köpfe großer Denker in der Ausstellung "Eveline van Duyl. Denkinseln" wird zum Nachdenken über die Welt verführen. Inspiriert von den kunterbunten Porträts der Künstlerin werden unter Anleitung der Kunstpädagogin Maja Pohlan eigene ungewöhnliche Figuren geschaffen.
Gerhard-Marcks-Haus
Kurzführungen zu den Ausstellungen
18.00 bis 1.00 Uhr
Führungen zu den Ausstellungen: Eveline van Duyl. Denkinseln
Marcks befragen: Clarissa Dietrich und Gunther Gerlach
Pavillon: Birgit Cauer. Industria Animabilis
Gerhard-Marcks-Haus
Walter Benjamin, 2012/2013
Fühlendes Denken - Denkendes Fühlen
Stündlich ab 18.30 bis 0.30 Uhr
außer 22.30 und 23.30 Uhr
Ist Denken eine Sache für Fachleute? Nein, ist Dieter Begemann überzeugt! Der Künstler und Kunstwissenschaftler bringt in seiner kurzweiligen Lesung Texte von Walter Benjamin, Franz Kafka, H.-M. Enzensberger und anderen zu Gehör, die sensible Beobachtung, Nachdenklichkeit und sprachliche Schönheit vereinen.
Gerhard-Marcks-Haus
Marcks im Dunkeln mit
Christine Holzner-Rabe
21.30 und 23.30 Uhr
Erkundung der dritten Dimension mit Laterne und Taschenlampe
Treffpunkt: Gerhard-Marcks-Haus
Ende: Skulpturengarten, Bremeische Bürgerschaft
Eine Kooperation mit StaatReisen e. V.
Gerhard-Marcks-Haus
Blick hinter die Kulissen
18.00 bis 0.30 Uhr
In kleinen Gruppen (8-10 Besucher) bieten wir Einblicke in das Depot des Gerhard-Marcks-Hauses. An der Kasse erhalten Sie eine kostenlose Karte zur Depotführung.
Gerhard-Marcks-Haus
Arthur Schopenhauer (1788-1860)
Textilien, Wachs. 2010
Eveline van Duyl. Denkinseln
...es darf gedacht werden
Bunt, rebellisch, vorbildlos – so wirken die riesigen Denkerköpfe der niederländischen Bildhauerin Eveline van Duyl (geb. 1957), die ab dem 3. März erstmalig in Deutschland im Gerhard-Marcks-Haus ausgestellt werden. Die Künstlerin formt keine traditionellen Marmor- oder Bronzeköpfe, sondern benutzt für ihre überlebens-großen Büsten höchst unterschiedliche Materialien wie Holz, Leder, Muscheln, Garne, Latex, Pferdehaar oder Perlmutt, um gezielt Hinweise zum Denken und Wesen der Dargestellten zu geben.
Seit 2009 hat sie 24 Philosophenporträts quer durch alle Jahrhunderte und Geisteshaltungen geschaffen, jeweils auf Bügelbrettern montiert. Immer wieder Fragen zu stellen ist wie bügeln und so ruhen ihre Denker anstelle auf neutralen Postamenten auf mobilen Denkinseln!
Die Philosophie, die die Künstlerin präsentiert, ist lebendig und fröhlich, wie einst Friedrich Nietzsche (1844–1900) seine Wissenschaft titulierte.
Mehr Informationen finden Sie unter www.denkinseln.de
Gerhard-Marcks-Haus
Mann mir erhobenen Armen, 1962
Bronze
Marcks befragen:
Clarissa Dietrich und Gunther Gerlach
Die Bildhauer Clarissa Dietrich (geb. 1977) und Gunther Gerlach (geb. 1952) eröffnen die Ausstellungsreihe »Marcks befragen«. Beide Künstler wählen ihre persönlichen Schlüsselwerke von Gerhard Marcks (1889–1981), befragen sie nach ihrer heutigen Relevanz und setzen diese in Beziehung zu ihrer eigenen künstlerischen Position.
Gunther Gerlach ist besonders fasziniert von dem Mann mit den expressiv ausgebreiteten Armen, den Gerhard Marcks 1962 schuf. Gerlach selbst arbeitet in abstrakter Figürlichkeit und nicht in naturalistischer Manier wie Marcks. Für den Bremer Künstler besteht das Geheimnis der skulpturalen Kunst im Öffnen und Schließen einer Figurenform. Clarissa Dietrich zeigt sich besonders angetan von den Porträts von Marcks, denn meistens findet man spannend, was einen auch in der eigenen Arbeit umtreibt.
Gerhard-Marcks-Haus
Industria Animabilis -
Interaktive Installation u.a.
mit Stein, Licht und Klank
VG Bild-Kunst, Bonn 2013
Birgit Cauer
Industria Animabilis
Erstmals werden die Grenzen des Pavillons des Gerhard-Marcks-Hauses gesprengt. Die Berliner Bildhauerin (geb. 1961), die ihre Wurzeln in der klassischen Steinbildhauerei hat, macht es mit ihrer Installation „Industria Animabilis“ möglich. In ihrer Arbeit für das Gerhard-Marcks-Haus verbindet sie den bearbeiteten Stein mit anderen Werkstoffen und organischen Materialien zu hybriden Organismen.
Im und um den Pavillon lässt Birgit Cauer einen organischen Kreislauf zwischen Innen und Außen, Natur und Künstlichkeit entstehen. In einem lebendigen System von Pflanzen, Wasser, Plastikschläuchen, fluoreszierenden Flüssigkeiten und Sonnenenergie beginnen ihre Steine zu leuchten. Die Schläuche ihrer Installation wird sie durch das Fenster des Pavillons nach außen verlegen und mit dem Wasser der Wallanlagen verbinden. Für die Künstlerin bedeutet der Umgang mit diesen Stoffen handelndes Lernen. Deshalb sucht sie immer wieder nach neuen Materialien, um Energieflüsse und die Vielschichtigkeit des Lebens zu erkunden und begreifbar zu machen.
Stein ist für die Bildhauerin komprimierte Energie. Sie begreift den Stein in Anlehnung an die in Bewegung befindliche Erdkruste als lebendiges Wesen und definiert den Begriff der Skulptur damit neu. Durch die Verbindung des Steins mit verschiedenen Materialien und Orte, erweitert sie diesen Skulpturbegriff permanent.
Gerhard-Marcks-Haus
donnerstags: Abendöffnung bis 21 Uhr
Das Gerhard-Marcks-Haus ist das Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es zählt zu den national und international anerkannten Bildhauermuseen. In fast 40 Jahren hat sich ein Museumskonzept entwickelt, das bewusst moderne und traditionelle Kunst miteinander kombiniert und in seinen wechselnden Ausstellungen das Zusammenspiel von Figur, Form und Raum ins Zentrum rückt.
Den Grundstein dafür legte im Jahr 1969 einer der wichtigsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts: Gerhard Marcks (1889 -1981). Die Stiftung bewahrt sein Lebenswerk. Nicht weniger als 400 Skulpturen, über 12.000 Handzeichnungen und mehr als 1.200 Blätter Druckgrafik bilden den Kern des gegenwärtigen Sammlungsbestands des Museums.
Gerhard-Marcks-Haus - das Bildhauermuseum im Norden
Am Wall 208
28195 Bremen
Telefon: 0421/ 32 72 00
E-Mail: info@marcks.de
Zur Homepage: Link.
Öffnungszeiten: Di bis Mi 10-18 Uhr, Do 10-21 Uhr,
Fr bis So 10-18 Uhr
Führungen: Do 18.30 Uhr und So 12 Uhr
























