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Museumszeit

Rilke und die Kunst

8. September 2025 by Museen Böttcherstraße

Rilke und die Kunst

Eine „Short Story“ zum 150. Geburtstag

27.9. 2025 – 18.1.2026

Wie kaum ein anderer Schriftsteller seiner Zeit war Rainer Maria Rilke mit der Kunst verbunden.
Mit der Ausstellung »Rilke und die Kunst« in der Reihe »Short Stories« würdigt das Paula Modersohn-Becker Museum diesen bedeutenden deutschen Lyriker, der im Dezember 2025 seinen 150. Geburtstag gefeiert hätte und dessen Leben und Werk auf vielfältige Weise mit dem von Paula Modersohn-Becker verwoben war.

Die Präsentation beleuchtet Rilkes schillerndes Netzwerk in der Kunstszene, zeichnet verschiedene Stationen seiner Beschäftigung mit der bildenden Kunst nach und zeigt eindrücklich Rilkes Verständnis der frühen Moderne.

Ausgehend von seinen Texten versammelt die Ausstellung Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier aus musealen und privaten Sammlungen – u.a. von Paula Modersohn-Becker, Clara Rilke-Westhoff, Auguste Rodin, Paul Cézanne und Pablo Picasso – sowie bislang unveröffentlichte Originale seiner Schriften.
Dabei spürt sie auch Rilkes enger Freundschaft mit Paula Modersohn-Becker nach, der er 1908 mit seinem »Requiem für eine Freundin« ein literarisches Denkmal setzte.

Kategorie: Ausstellung Stichworte: Ausstellung, Museen, Paula Modersohn-Becker Museum, Rilke

Paula Modersohn-Becker: Short Stories 2025

27. Juni 2025 by Museen Böttcherstraße

Es ist wieder Zeit für neue Short Stories!

Wie konnte der bitterste Moment in der jungen Karriere Paula Beckers 1899 zur Triebfeder ihrer künstlerischen Entwicklung werden? Was wissen wir über die Farben und Arbeitsmaterialien der Malerin? Welche Rätsel verbergen sich in ihrem „Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag“?

In thematischen Sammlungspräsentationen laden wir ein, sich in ausgewählte Momente aus Leben, Werk und Rezeption Paula Modersohn-Beckers zu vertiefen. Die Präsentation der Bilder wird ergänzt durch Texte, Dokumente und Gegenstände, die spannende und facettenreiche Kurzgeschichten rund um das Schaffen der Künstlerin erzählen.

In den Short Stories 2025 rücken wir unter anderem die Abreise der jungen Künstlerin nach Paris in der Silvesternacht 1899 in den Blick, folgen ihr eine Woche in der Kunstmetropole im Frühjahr 1906, gewähren Einblicke in ihre Maltechniken und stellen Fragen an ihr ikonisches Rätselbild „Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag“.

 

…und welche Überzeugungen teilten Paula Modersohn-Becker und Rainer Maria Rilke?
Das erfahren Sie ab dem 27.9.2025: Anlässlich seines  150. Geburtstages widmen wir dem bedeutenden Lyriker — mit »Rilke und die Kunst« — eine eigene Short Story!

Sie möchten diese Ausstellung gerne mit einer größeren Gruppe besuchen?
Dann buchen Sie jetzt Ihre individuelle Führung zum Wunschtermin! 

Paula Modersohn-Beckers „Liegende Mutter mit Kind II“ im ersten Ausstellungssaal © Foto: Patric Leo

Einblick in den zweiten Saal mit der Short Story „Bremer Staub“ © Foto: Patric Leo

„Die Kinder im Birkenwald“ im dritten Ausstellungssaal © Foto: Patric Leo

Im vierten Saal dreht ich alles um die Paula-Modersohn-Becker-Stiftung und das Museum © Foto: Patric Leo

Blick in Saal 7 mit dem „Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag“ (1906) von Paula Modersohn-Becker sowie ihrer original Bernsteinkette © Foto: Patric Leo

Kategorie: Ausstellung Stichworte: Ausstellung, Böttcherstraße, Kunst, Kunstausstellung, Museum, Paula Modersohn-Becker Museum, Paulsa Modersohn-Becker

Camille Claudel & Bernhard Hoetger. Emanzipation von Rodin

4. März 2025 by Museen Böttcherstraße

»In der Geschichte der zeitgenössischen Kunst fallen mir nur zwei große Namen unter den Frauen ein: Berthe Morizot [sic!] und Camille Claudel.«

»Bernhard Hoetger, der Unbekannte von 1900, ist heute einer derjenigen, deren Namen Künstler mit Bewunderung, manchmal auch mit Neid, wiederholen.«

Louis Vauxcelles 1905

Die Worte des bedeutende Kunstkritiker Louis Vauxcelles zeugen von der Begeisterung, die in der Kunstwelt herrschte, als die Werke der französischen Bildhauerin Camille Claudel (1864–1943) und des jungen deutschen Bildhauers Bernhard Hoetger (1874–1949) sich erstmals 1905 im Rahmen einer Doppelausstellung begegneten.

120 Jahre später sind Claudels hinreißende Meisterwerke wie L’Implorante oder La Valse nun endlich wieder mit dem faszinierenden und wenig bekannten Frühwerk Hoetgers vereint!

Ausgehend von dem heute fast vergessenen Ausstellungsereignis in der Pariser Galerie von Eugène Blot, das sich in der Rückschau als Anfangs- bzw. Endpunkt beider Karrieren definieren lässt, blickt die Sonderausstellung »Camille Claudel & Bernhard Hoetger. Emanzipation von Rodin« im Paula Modersohn-Becker Museum, vom 25. Januar bis 18. Mai 2025, auf die zentralen Schaffensphasen dieser Künstlerpersönlichkeiten: Zunächst orientierten sie sich an ihrem Vorbild Auguste Rodin, arbeiteten sich an dessen impressionistischer Formensprache und beherrschenden Stellung in Künstlerkreisen ab, um sich im nächsten Schritt von ihm zu emanzipieren. Auf diese Weise entwickelten sowohl die französische Bildhauerin als auch der zehn Jahre jüngere Deutsche im Brennglas der Moderne eine künstlerische Vitalität mit internationaler Strahlkraft, die bis heute nachwirkt.

Der Blick auf Camille Claudels Werk wurde lange von der Faszination für ihre Lebensgeschichte überlagert und große Teile Hoetgers Schaffens sind heute wenig bekannt. Anhand ihrer Karrieren veranschaulicht die Sonderausstellung, welch schwankenden Konjunkturen und unterschiedlichen gesellschaftlichen Urteilskräften ihre Werke damals unterworfen waren und heute noch sind.

Mit »Camille Claudel & Bernhard Hoetger. Emanzipation von Rodin« zeigt das Paula Modersohn-Becker Museum die umfangreichste Präsentation der Werke von Camille Claudel in Deutschland seit fast zwanzig Jahren.

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Paula Modersohn-Becker Museums mit der Alten Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, und dem Musée Camille Claudel, Nogent-sur-Seine.

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Blick in die Ausstellung: Camille Claudels „La Valse“ (1891/92) trifft auf Bernhard Hoetgers „La Tempête“ (um 1901) © Paula Modersohn-Becker Museum / Foto: Hannes von der Fecht
Blick in den zweiten Saal der Ausstellung »Camille Claudel & Bernhard Hoetger. Emanzipationvon Rodin«. Im Vordergrund: „Le Penseur“ (um 1881-83, Guss um 1905) von Auguste Rodin. © Paula Modersohn-Becker Museum / Foto: Hannes von der Fecht
© Paula Modersohn-Becker Museum/ Foto: Hannes von der Fecht binary comment

Einblick in die Präsentation im dritten Saal des Paula Modersohn-Becker Museums. Im Vordergrund: Die „Jugend“ (1904) von Bernhard Hoetger © Paula Modersohn-Becker Museum / Foto: Hannes Von der Fecht
Blick in den dritten Saal der Ausstellung »Camille Claudel & Bernhard Hoetger. Emanzipation von Rodin« © Paula Modersohn-Becker Museum / Foto: Hannes von der Fecht
Detailansicht: Camille Claudel, „La Joueuse de flute“ (um 1905, Musée Camille Claudel, Nogent-sur-Seine) in der Ausstellung »Camille Claudel & Bernhard Hoetger. Emanzipation von Rodin« © Paula Modersohn-Becker Museum / Foto: Hannes von der Fecht

Besucher:innen im vierten Saal der Ausstellung »Camille Claudel & Bernhard Hoetger. Emanzipation von Rodin« © Paula Modersohn-Becker Museum / Foto: Hannes von der Fecht

Kategorie: Ausstellung Stichworte: Ausstellung, Bernhard Hoetger, Bremen, Bremen Ausstellung, Camille Claudel, Kunst, Kunstausstellung, Museen Böttcherstraße, Paula Modersohn-Becker Museum, Skulpturen

Die Zeichnerin Paula Modersohn-Becker

6. März 2023 by Museen Böttcherstraße

Mehr als 1400 Zeichnungen sind von Paula Modersohn-Becker erhalten. Ein Großteil dieses eindrucksvollen Bestands ist kaum bekannt – bis jetzt.

Nicht nur wegen ihrer großen Anzahl lohnt es, sich mit den Zeichnungen von Paula Modersohn-Becker zu beschäftigen. Auch inhaltlich bietet die Ausstellung im Paula Modersohn-Becker Museum neue Perspektiven und unbekannte Einblicke in die Gedankenwelt der Künstlerin. Das Zeichnen war entscheidend bei der Entwicklung ihrer einzigartigen, modernen Bildsprache.

120 Zeichnungen in der Präsentation „Die Zeichnerin Paula Modersohn-Becker“ decken die gesamte künstlerische Schaffenszeit der Künstlerin ab, beginnend bei den frühen Studien- und Aktzeichnungen aus den Akademien in London und Berlin, über experimentelle Skizzen des Pariser Stadtlebens hin zu konkreten Vorarbeiten zu Gemälden wie der „Liegenden Mutter mit Kind II“ (1906).

Leihgaben aus musealen und privaten Sammlungen sowie von der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung füllen alle Räumlichkeiten des Museums. Einige von ihnen waren seit Jahrzehnten oder sogar noch nie öffentlich zu sehen – und kehren nach Ende dieser Ausstellung zurück in ihre Schubladen. Denn Papier ist empfindlich, zuviel Licht schadet den fragilen Kunstwerken.

Maßgeblich entscheidend bei diesem Projekt waren die Recherchen und Forschungen für das Werkverzeichnis der Zeichnungen, das nach jahrzehntelanger, akribischer Arbeit der Paula Modersohn-Becker Stiftung parallel zur Ausstellung erscheinen wird.

Paula Modersohn-Becker, Männer, Frauen und Kinder zwischen Bäumen, 1905, Kohle, Privatbesitz
Paula Modersohn-Becker, Auf Stuhl sitzender weiblicher Akt, Worpswede 1898/99, Kohle, Große Kunstschau, Worpswede
Paula Modersohn-Becker, Alte Frau im Profil nach rechts, einen Stock haltend, Worpswede 1898/99, Kohle, Privatbesitz
Paula Modersohn-Becker, Kapuzenkind mit Hund, Worpswede 1902, Kohle auf blauem Papier, Paula-Modersohn-Becker-Stiftung, Bremen

Kategorie: Ausstellung Stichworte: Ausstellung, Bremen, Bremen Ausstellung, Kunst, Kunstausstellung, Museen Böttcherstraße, Paula Modersohn-Becker Museum, Zeichnungen

Die Maler des Heiligen Herzens

6. März 2023 by Museen Böttcherstraße

Henri Rousseau, Vue de Bois de Boulogne, ca. 1895, Öl auf Leiwand, Sammlung Zander

André Bauchant, Camille Bombois, Séraphine Louis, Henri Rousseau und Louis Vivin sind vier Maler und eine Malerin, die keine künstlerische Ausbildung absolviert haben und sich dennoch in der Pariser Kunstszene im frühen 20. Jahrhundert durchsetzen konnten. Maßgeblich entscheidend für ihren Erfolg war der Kontakt zum deutschen Kunsthändler Wilhelm Uhde und dessen Ausstellung „Die Maler des Heiligen Herzens“ im Jahr 1928. Darin vereinte er die stilistisch und motivisch grundverschiedenen Kunstwerke der Autodidakten. Neben den individuellen Maltechniken, beispiellosen Bildsprachen und der Unberührtheit vom theorielastigen Kunstdiskurs, schätzte er an ihren Arbeiten eine besondere Nahbarkeit und Zugänglichkeit, die er bei akademisch geschulten Künstlerinnen und Künstlern oft vermisste.

Die Museen Böttcherstraße feiern ab 3. Dezember 2022 die Wiedervereinigung der „Maler des Heiligen Herzens“ in einer großen Sonderausstellung. Die Kunstwerke erfrischen noch heute die Sehgewohnheiten mit intensiven Farben, ungewöhnlichen Kompositionen und motivischen Neuinterpretationen. André Bauchant, Camille Bombois, Séraphine Louis und Louis Vivin sind der Beleg dafür, dass es noch weitere autodidaktische Künstlerinnen und Künstler in der Moderne neben Henri Rousseau gab, die es wert sind, aus der Vergessenheit geholt und wieder gesehen zu werden.

Eine Ausstellung der Museen Böttcherstraße in Zusammenarbeit mit dem Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Die Ausstellung basiert auf der Sammlung Charlotte Zander (1930-2014), die Kunst jenseits des systematisierten Kunstkanons in großer Fülle und überaus souverän sammelte.

Das Projekt steht in einer Reihe von Präsentationen im Paula Modersohn-Becker Museum, die sich mit vernachlässigten künstlerischen Positionen jenseits des Kanons beschäftigen und neue Blicke auf die Moderne werf

Kategorie: Ausstellung

Willkommen zurück

21. September 2022 by Museen Böttcherstraße

Die Sammlung Paula Modersohn-Becker

Ein Wiedersehen der besonderen Art feiert das Paula Modersohn-Becker Museum ab dem 24. September 2022: Ein Jahr lang waren sie auf Reisen und haben von Frankfurt a. M. (Schirn Kunsthalle) bis Remagen (Arp Museum Bahnhof Rolandseck) ein großes Publikum begeistert, nun kehren zahlreiche Meisterwerke von Paula Modersohn-Becker wie das „Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag“ (1906), „Lee Hoetger vor Blumengrund“ (1906) oder „Mädchen mit Flöte im Birkenwald“ (1905) nach Bremen zurück. Hier werden sie freudig und gleichermaßen mit Spannung erwartet. Denn gelegentlich verändert sich durch den zeitlichen und räumlichen Abstand die Sichtweise. Das vermeintlich Vertraute erscheint überraschend neu und der Blick öffnet sich für Details.

Die große Sammlungspräsentation anlässlich des Wiedersehens greift dieses Phänomen auf. Unabhängig von Chronologie oder Motivgruppen ihrer Bilder stellen 50 Werke in sechs Kapiteln verschiedene Facetten Paula Modersohns-Beckers vor, legen erstaunliche Zusammenhänge offen und laden ein, die Kunst der Pionierin der Moderne neu zu entdecken.

Kategorie: Ausstellung

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