Museen in Bremen

Museen, Ausstellungen und kulturelle Bildung in Bremen

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Museumszeit

Amy Balkin, Felisha Carénage, eghbal joudi, Zhenru Liang, Angela Lieber, Bubu Mosiashvili, Julija Paškevičiūtė : Das Dazwischen verorten

22. August 2026 by GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Vom 11. bis 13. September lädt [Das Dazwischen verorten] zu einer Intervention entlang des linken Weserufers, welches in den kommenden Jahren aufgrund neuer Hochwasseranforderungen grundlegend neugestaltet wird. Mit u. a. Installationen, Fotografien, Soundarbeiten, Spaziergängen und Performances verhandeln sieben Künstler:innen die Strecke zwischen Wilhelm-Kaisen-Brücke und Stephanibrücke als Ort des Übergangs.

Für die einen ist es der tägliche Weg zur Arbeit, oder zur Entspannung an den Werdersee; für Brauereien und Fabriken seit Jahrhunderten Ort der Produktion, Anlieferung und Verschiffung von Waren; für die Platanen und Vögel umkämpfter Lebensraum – der Stadtraum entlang des linken Weserufers ist geprägt von vielen unterschiedlichen Präsenzen. Aufgrund steigender Wasserspiegel und neuer Anforderungen an den Hochwasserschutz wird sich der Stadtstrecke genannte Deichabschnitt zwischen Piepe und Stephanibrücke in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

Bevor 2028 die Umbauten beginnen werden, lädt [Das Dazwischen verorten] vom 11. bis 13. September zu einer künstlerischen Ortsbegehung zwischen Stephanibrücke und Wilhelm-Kaisen-Brücke ein. Sieben Künstler:innen aus Bremen und darüber hinaus kommentieren und markieren den Ort mit temporären Skulpturen, Malereien, Fotografien und Soundarbeiten. Sie richten den Blick auf das, was schon (und noch) da ist, verhandeln Zustände des Überganges oder imaginieren Zukunftsszenarien. Neben Werken, die das ganze Wochenende über zu sehen sind, gibt es ein Programm mit Spaziergängen, Performances und Aktivierungen.

Kategorie: Allgemein

Niederdeutscher Hörspielabend im Bremer Rundfunkmuseum am Freitag 4. September 2026 um 18 Uhr: “Töven“ von Helga Bürster.

11. August 2026 by Bremer Rundfunkmuseum

Auf alten Radioempfangsgeräten niederdeutsche Hörspiele genießen und dabei durch das historische Ambiente des Rundfunkmuseums flanieren: Am Freitag, den 4. September, laden Bremen Zwei und das Bremer Rundfunkmuseum ein zu einem gemeinsamen niederdeutschen Hörspielabend. Aufgeführt wird „Töven“. Das Hörspiel von Autorin Helga Bürster wurde mit dem Zonser Hörspielpreis sowie dem Hans-HenningHolm-Preis ausgezeichnet und ist eine Gemeinschaftsproduktion von Radio Bremen und dem NDR.

„Töven“ ist der erste Termin einer langfristigen Kooperation zwischen Bremen Zwei und dem Rundfunkmuseum. Die Zusammenarbeit, die schon seit vielen Jahren besteht, wird jetzt verbindlich geregelt: Sechsmal jährlich laden das Rundfunkmuseum und Bremen Zwei Bremerinnen und Bremer zu unterhaltsamen Hörspielabenden in niederdeutscher Sprache ein. Damit möchten Bremen Zwei und das Bremer Rundfunkmuseum ihr Engagement für den Erhalt der niederdeutschen Sprache verstetigen.

Die nächsten Termine finden Sie im Eventkalender auf bremenzwei.de:

Events in Bremen, Bremerhaven und in der Region – Bremen Zwei

„Töven“ spielt in dem kleinen Ort Littelbüttel, in dem die letzte Busverbindung in die nächste Stadt endgültig eingestellt wird. Eine Katastrophe für Rieke und Inga, die auf die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln angewiesen sind. Als Alternative installiert die Gemeinde eine „Mitfahrerbank“, denn auf den Zusammenhalt der Menschen in dem kleinen Dorf ist schließlich Verlass. Schnell merken die eigenständigen und eigentlich lebensfrohen Frauen, dass Theorie und Praxis jedoch weit auseinanderliegen: Zwar werden sie zu Lokalberühmtheiten, doch die Abhängigkeit von der Hilfsbereitschaft anderer setzt ihnen zusehends zu und lässt sie zu unkonventionellen Mitteln greifen.

Eine Produktion von Radio Bremen und dem NDR 2025, Redaktion: Ilka Bartels, Autorin: Helga Bürster.

Nach der Hörspielvorführung steht Hans Helge Ott für Gespräche zur Verfügung.

Einlass ab 17:30 — Eintrittspreis 8,- €, — geöffnet bis mindestens 20:00 Uhr

Änderungen vorbehalten.

 

Kategorie: Allgemein, Bildung & Vermittlung, Museen, Museumszeit Stichworte: Bremer Rundfunkmuseum, Hörspiel, Niederdeutsch, Radio Bremen, Rundfunkmuseum

Beth Collar, Harm Coordes & Luisa Recker, Alex Hojenski sowie Pierre Allain und Jashua Bustos Chumasero:Produced on the Skin

31. Mai 2026 by GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Die Gruppenausstellung Produced on the Skin zeigt vom 23. Mai bis 23. August 2026 künstlerische Arbeiten, die sich mit den Schnittstellen und Grenzbereichen auseinandersetzen, die uns umgeben und uns ausmachen. Über die Haut, den Sehsinn, Berührungen und die Struktur unseres Gehirns, über technische Apparate, Kleidung und Architektur vermitteln unterschiedliche Arten von Membranen zwischen Individuen und ihrer Umgebung. Sie verarbeiten und reagieren auf Eindrücke. Sie prägen, wie wir uns verhalten, was hineindarf und was wir lieber nicht an uns ranlassen, wovor wir uns schützen und womit wir aktiv umgehen und was wir nach Außen tragen wollen. Der Begriff des Prägens ist dabei mitunter auch ganz plastisch zu verstehen: von Substanzen bis zu Erlebnissen – Einflüsse verändern Körper, Gehirne und Haltungen.

„Ich habe immer gedacht, dass künstlerisches Schaffen ein Weg der Hautlosen sei, um sich mit einer Haut zu versehen“, schreibt die Schriftstellerin Kirstina Lugn in „Hundstunden“. Künstlerisches Arbeiten begreift sie in diesem Sinne als Membran, die die Beziehung zwischen selbst und Umgebung, zwischen Sprache und Material filtert. Die künstlerischen Arbeitsweisen in der Ausstellung verhandeln diese materiellen Grenzen und reflektieren was aufgenommen wird und in welcher Form es wieder ausgegeben wird. Sie thematisieren Fragen von Verkrustung und Durchlässigkeit, Rückzug und Verflüssigung, Nähe und Distanz.

Kategorie: Allgemein, Ausstellung

Unter dem Gewicht atmest du anders. Schuld und Haben

2. Juni 2025 by GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Unter dem Gewicht atmest du anders. Schuld und Haben

Ausstellung

mit Alice Creischer, Moyra Davey, Denise Ferreira da Silva & Arjuna Neuman, Toon Fibbe, Lili Huston-Herterich, Santu Mofokeng, Natascha Nassir-Shahnian, Jochen Schmith, Miriam Stoney

  1. Juni – 07. September 2025

Eröffnung: Freitag, 06.06.2025, 19 Uhr

mit der Performance Der Waagenrat von Miriam Stoney um 22 Uhr

Pressegespräch: Donnerstag, 05.06.2025, 11 Uhr

Schulden sind umfassende soziale, ökonomische und politische Prozesse, die sich global ebenso wie lokal in Realitäten, Geschichten und Repräsentationen einschreiben. Zwischen Versprechen, Zwang und vermeintlicher Schuld prägen suggestive Aufladungen und unpersönliche Messbarkeit abstrakte Vorstellungen von Schulden, konkret aber formen sie Menschen und ihre Umgebungen. Die Gruppenausstellung Unter dem Gewicht atmest du anders. Schuld und Haben führt künstlerische Formen des Close reading (aufmerksames Lesen) von Materialien und Narrativen zusammen, die sich mit diesen Vor- und Darstellungen, mit Formen von Extraktion und Möglichkeiten des Sich-Entziehens auseinandersetzen.

Die Bilder und Verstrickungen, die die Künstler:innen in Unter dem Gewicht atmest du anders. Schuld und Haben aufgreifen, sind Teil eines verschuldeten Daseins, in dem sich die abstrakten Operationen von Schulden in Beziehungen niederschlagen. Indem sie die Materialität des Geldes betonen, die willkürliche Verbindung von Gewicht, Wert und Fortschritt inszenieren oder die komplexen Zusammenhänge zwischen Ausbeutung und Akkumulation auflösen, hinterfragt die Ausstellung, in was wir täglich bewusst oder unbewusst investieren:

Moyra Davey rückt in Detailaufnahmen von US-amerikanischen Pennies auf prägnante Weise das Geld und seine doppelte Prägung durch Macht und Zirkulation in den Blick. Toon Fibbe kommentiert in Lady Credit or Finance in Drag die Vorläufer der immateriellen Finanzmärkte von heute um 1700 herum. Lili Huston-Herterich beschäftigt sich in der Videoarbeit The Treasury mit der Geschichte einer verarmten, ehemals alkoholabhängigen Künstlerin, die für Jahrzehnte ein verlassenes Bankgebäude besetzt, um darin zu leben und zu arbeiten. So verknüpft sie das Verhältnis von Ökonomie und Gesundheit zu einer polyphonen Erzählung von Beziehungen und Erwartungen, von Zugängen und ‚Wachstum‘ sowie einer queeren Lektüre des Gebäudes. Miriam Stoney manipuliert die Zifferblätter von Waagen und spielt mit Ungleichgewichten in unterschiedlichen Kontexten. Santu Mofokengs Fotografie Aus/Luderitz hat einen direkten Bezug zu Bremen und der deutschen Kolonialgeschichte, die sich als unaufhebbare Schuldbeziehung in die namibische Landschaft eingeschrieben haben. Den Entsprechungen dieser Schuldeinschreibungen in deutschen Landschaften geht Natascha Nassir-Shahniannach, um einen offenen Dialog anzustoßen. Denise Ferreira da Silva und Arjuna Neuman gehen in der chilenischen Atacema-Wüste den Spuren von Geschichte nach, die – so sehr versucht wird, sie zu verschleiern – durch das trockene Klima konserviert wird. Alice Creischer untersucht in ihrer Installation Proudhon, die Gesellschaft des 10. Dezember und der Club der faulen Debitoren die Verhältnisse zwischen intellektuellen, politischen und ökonomischen Kräften anhand eines mehrteiligen Puppenspiels. Das Künstler:innenkollektiv Jochen Schmith verbindet die Privatisierung von Parks mit Logiken von Arbeit und Nicht-Arbeit in abstrakten Kompositionen aus geschredderten Geldscheinen.

Dass die Ausgangslage der gezeigten Arbeiten zumeist unpersönliche, zählbare Werte oder die Vorteile einzelner sind, es aber selten um Werte und Gerechtigkeit geht, ist eine Folge vermeintlich unumgänglicher Schuldprinzipien. Abstrahieren und von diesen Vorgängen unberührt bleiben bedeutet, Erfahrungen in Bezug auf Geschichte, Erinnerung, Identitäten, gebaute und ungebaute Umgebungen zu ignorieren. Die Integration dieser Aspekte bietet im Gegenteil Möglichkeiten, mit unserer verschuldeten Realität umzugehen.

Symposium DEBT. Unsettling Matters of Interest

Die Ausstellung ergänzt sich wechselseitig mit dem Symposium DEBT. Unsettling Matters of Interest, das am 22. und 23. Mai in der GAK stattfand. Die Konjunktur von Schulden im politischen Diskurs steht im engen Zusammenhang mit Veränderungen der globalen Kräfteverhältnisse und sich wandelnden Umweltbedingungen. Im Anschluss an Leigh Claire LaBerges Absage an eine „zunehmende Abstraktion“ von Verwertungsprozessen erkundet das Symposium die soziale und kulturelle Produktivität von Schulden entlang der Knotenpunkte „Körper“, „Ökologien“ und „Infrastrukturen“.

Kooperationspartner:innen

Das Projekt ist eine Initiative der Universität Bremen und der Gesellschaft für Aktuelle Kunst in Kooperation mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Hochschule für Künste Bremen / Klasse Temporary Spaces, die eine räumliche Aktivierung für das Symposium entwickelt hat.

Begleitveranstaltungen

So, 22.06., 17:00

Lecture Performance von Natascha Nassir-Shanian

Di, 24.06., 01.07. & 08.07., 11:00

Schuld/Fragen, Vermittlungsformate von Studierenden der Universität Bremen / Seminar Sarah Lüdemann

Do, 17.07., 19:00

Ein gemeinsames Lesen von “Denise Ferreira da Silva – Unbezahlbare Schulden: Szenen des Werts, gegen den Pfeil der Zeit gelesen”

Do, 21.08., 19:00

Führung & Brettspieleabend zu Schulden

So, 07.09., 15:00

Führung

Kategorie: Allgemein

Quickie-Führung – Sex im Tierreich

17. März 2025 by Übersee-Museum Bremen

Erfahrt in nur 30 Minuten Spannendes zur Fortpflanzung im Tierreich. Wie findet man in der Tiefsee einen Partner, wer hat den Längsten, und wer baut Nester nur durch Hinterngewackel? – Das sind nur drei von vielen Themen, die aufgegriffen werden.

Kategorie: Allgemein

Infos

22. Januar 2025 by museeninbremen

Wo gibt es die Tickets?

Im Vorverkauf erhalten Sie die Eintrittsbänder bei den beteiligten Museen, im Pressehaus des Weser-Kuriers, online beim Nordwest Ticket, bei der Bremen-Information Böttcherstraße, sowie bei der Norddeutschen in der Reeder-Bischoff-Straße in Vegesack. Die Eintrittsbänder gelten während der Langen Nacht der Bremer Museen als Fahrscheine im Tarifgebiet 1 des VBN, in der historischen Straßenbahn und auf den Schiffen.

Was kosten die Tickets?

Ticket regulär: 14,- € – ermäßigt mit AboCard Weser-Kurier 11,- €
Ticket ermäßigt: 10,- € (Kinder (4-17 Jahre), Studierende, Arbeitssuchende und Empfänger*innen von Grundsicherung, Schwerbehinderten (Begleitperson frei)
Familienticket: 24,- € (2 Erwachsene und bis zu 3 Kinder 4-17 Jahre) – ermäßigt mit AboCard Weser-Kurier 18,- €
Single-Familie: 18,- € (1 Erwachsener und bis zu 3 Kinder 4-17 Jahre)– ermäßigt mit AboCard Weser-Kurier 15,- €

Was enthält das Ticket?

Eintritt in alle teilnehmenden Museen am Samstag, den 25. Mai 2025 von 18 bis 1 Uhr Mit Bus, Bahn, und Schiff in der Langen Nacht durch die Stadt.Die Eintrittsbänder der Langen Nacht der Museen sind gleichzeitig Fahrkarten. Die Fahrradmitnahme auf dem Schiff ist kostenfrei. Für die Bus- und Bahnlinien gelten die VBN Tarife für die Fahrradmitnahme. Sie berechtigen zur unentgeltlichen Nutzung aller Bus- und Bahnlinien von VBN und BSAG im Tarifgebiet 1 von 17 Uhr (25. Mai) bis 3 Uhr (26. Mai). Nutzung der historischen Straßenbahn Linie 9 Fahrten mit der Hal över zwischen dem Martinianleger und und Hal över Anleger Vegesack (an der Signalstation), (Die Radmitnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich) Ticketkauf an Bord/Radmitnahme möglich Außerdem ist im Ticketpreis die Fahrt mit den Fähren Bremen-Stedingen (FBS) zwischen Vegesack und Lemwerder, Blumenthal und Motzen sowie Farge und Berne enthalten. Ebenso inbegriffen sind die Dämmerungs- und Moonlightfahrten mit den historischen Schiffen des Kutter- und Museumshaven Vegesack e. V. zwischen Vegesack & Farge: https://www.der-bremer-norden.de/events/die-lange-nacht-der-bremer-museen-2024/

Kategorie: Allgemein

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