Museen in Bremen

Museen, Ausstellungen und kulturelle Bildung in Bremen

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Merkliste
Museumszeit

Pierre Allain, Theresa Hak Kyung Cha, Claire Fontaine, Shadi Harouni, Mira M. Yang: if words are to be sounded

8. Oktober 2026 by GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

if words are to be sounded ist ein gemeinsames Ausstellungsprojekt von CAP • Saint-Fons, GAK Bremen und Le 19, Crac, Montbéliard, das Sprache als performatives Medium des Imaginären untersucht.

Die Ausstellung if words are to be sounded ist das Ergebnis dieser deutsch-französischen Zusammenarbeit. Ihr Ausgangspunkt war die kollektive Auseinandersetzung mit dem poetischen und eklektischen Werk von Theresa Hak Kyung Cha (1951–1982). Wir präsentieren entsprechend eine kleine Auswahl an Video und Audio, Bilderserien und Textcollagen, in denen Cha mittels einer ständigen Verflechtung von Wörtern, unterschiedlichen Sprachen, Zeichensetzung und Klängen durch Erinnerung und Verlust navigiert und die wir als Einladung und Szenografie für die Arbeiten von Pierre Allain, Claire Fontaine, Shadi Harouni und Mira M. Yang verstehen. Die in der Ausstellung versammelten Arbeiten, die von Fragen zu Erinnerung, Grenzen, Widerstand, Verletzlichkeit und Weitergabe durchdrungen sind, widmen sich dem Wert und den Werten von Worten und erkunden die Möglichkeit einer Neudefinition von Beziehungen.

Indem die Ausstellung unterschiedliche Erfahrungen von Sprache, Exil und Erinnerung in einen Dialog bringt, schafft sie einen Reflexionsraum dafür, wie Worte, Bilder und Körper zur Entstehung neuer Formen von Aufmerksamkeit, Zusammenleben und bisweilen auch Widerstand beitragen. Durch Sprache versuchen Individuen, die Welt zu deuten, Regeln aufzustellen und zu kommunizieren. Sie ermöglicht und reguliert das soziale Dasein, vermittelt Werte und erfordert ständige Übersetzung. Wenn Sprache nicht mehr als Fundament dient und gemeinsame Werte verloren gehen – auch wenn wir weiterhin glauben, sie biete einen konkreten Orientierungspunkt –, wo könnten dann neue Formen der Nähe und neue Bedeutungen entstehen?

Veranstaltungen

Do, 29.10., 19:00
Joana Atemengue Owona & Dejvi Haxhi: Upon careful deliberation I admit 2 having drilled a hole in the water – Lesung

So, 1.11., 12:00
Kostenfreie Kurzführung

Do, 12.11., 19:00
Sophie Seita: plastic lip slot machine – Performance

Sa, 14.11., Uhrzeit tbd
Noelle BuAbbud: that might resemble speech – Workshop

So, 6.12., 12:00
Kostenfreie Kurzführung

So, 3.1.27, 12:00
Kostenfreie Kurzführung

Kategorie: Allgemein

Radio- und Schallplattenbörse im Rundfunkmuseum am 11. Oktober 2026 von 10 – 15 Uhr

1. Oktober 2026 by Bremer Rundfunkmuseum

Das Bremer Rundfunkmuseum trennt sich von Radiogeräten sowie von Schallplatten der letzten fünf Jahrzehnte. Schauen Sie sich um, vielleicht ist auch für Sie etwas dabei. Das Museum ist während der Geräte- und Schallplattenbörse ebenfalls geöffnet.

Die Gerätebörse findet Sonntag, den 11. Oktober 2026, von 10:00 bis 15:00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Das Museum kann während dieser Zeit auch besichtigt werden. Eintritt: 3,00 Euro, Bremer Rundfunkmuseum e.V., Findorffstraße 22 – 24, 28215 Bremen, Telefon 0421/35 74 06.

 

Kategorie: Allgemein, Ausstellung, Museen, Museumszeit Stichworte: Börse, Radio, Rundfunk, Schallplatte

Amy Balkin, Felisha Carénage, eghbal joudi, Zhenru Liang, Angela Lieber, Bubu Mosiashvili, Julija Paškevičiūtė : [Das Dazwischen verorten]

22. August 2026 by GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Vom 11. bis 13. September lädt [Das Dazwischen verorten] zu einer Intervention entlang des linken Weserufers, welches in den kommenden Jahren aufgrund neuer Hochwasseranforderungen grundlegend neugestaltet wird. Mit u. a. Installationen, Fotografien, Soundarbeiten, Spaziergängen und Performances verhandeln sieben Künstler:innen die Strecke zwischen Wilhelm-Kaisen-Brücke und Stephanibrücke als Ort des Übergangs.

Für die einen ist es der tägliche Weg zur Arbeit, oder zur Entspannung an den Werdersee; für Brauereien und Fabriken seit Jahrhunderten Ort der Produktion, Anlieferung und Verschiffung von Waren; für die Platanen und Vögel umkämpfter Lebensraum – der Stadtraum entlang des linken Weserufers ist geprägt von vielen unterschiedlichen Präsenzen. Aufgrund steigender Wasserspiegel und neuer Anforderungen an den Hochwasserschutz wird sich der Stadtstrecke genannte Deichabschnitt zwischen Piepe und Stephanibrücke in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

Bevor 2028 die Umbauten beginnen werden, lädt [Das Dazwischen verorten] vom 11. bis 13. September zu einer künstlerischen Ortsbegehung zwischen Stephanibrücke und Wilhelm-Kaisen-Brücke ein. Sieben Künstler:innen aus Bremen und darüber hinaus kommentieren und markieren den Ort mit temporären Skulpturen, Malereien, Fotografien und Soundarbeiten. Sie richten den Blick auf das, was schon (und noch) da ist, verhandeln Zustände des Überganges oder imaginieren Zukunftsszenarien. Neben Werken, die das ganze Wochenende über zu sehen sind, gibt es ein Programm mit Spaziergängen, Performances und Aktivierungen.

Kategorie: Allgemein

Beth Collar, Harm Coordes & Luisa Recker, Alex Hojenski sowie Pierre Allain und Jashua Bustos Chumasero:Produced on the Skin

31. Mai 2026 by GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Die Gruppenausstellung Produced on the Skin zeigt vom 23. Mai bis 23. August 2026 künstlerische Arbeiten, die sich mit den Schnittstellen und Grenzbereichen auseinandersetzen, die uns umgeben und uns ausmachen. Über die Haut, den Sehsinn, Berührungen und die Struktur unseres Gehirns, über technische Apparate, Kleidung und Architektur vermitteln unterschiedliche Arten von Membranen zwischen Individuen und ihrer Umgebung. Sie verarbeiten und reagieren auf Eindrücke. Sie prägen, wie wir uns verhalten, was hineindarf und was wir lieber nicht an uns ranlassen, wovor wir uns schützen und womit wir aktiv umgehen und was wir nach Außen tragen wollen. Der Begriff des Prägens ist dabei mitunter auch ganz plastisch zu verstehen: von Substanzen bis zu Erlebnissen – Einflüsse verändern Körper, Gehirne und Haltungen.

„Ich habe immer gedacht, dass künstlerisches Schaffen ein Weg der Hautlosen sei, um sich mit einer Haut zu versehen“, schreibt die Schriftstellerin Kirstina Lugn in „Hundstunden“. Künstlerisches Arbeiten begreift sie in diesem Sinne als Membran, die die Beziehung zwischen selbst und Umgebung, zwischen Sprache und Material filtert. Die künstlerischen Arbeitsweisen in der Ausstellung verhandeln diese materiellen Grenzen und reflektieren was aufgenommen wird und in welcher Form es wieder ausgegeben wird. Sie thematisieren Fragen von Verkrustung und Durchlässigkeit, Rückzug und Verflüssigung, Nähe und Distanz.

Kategorie: Allgemein, Ausstellung

Unter dem Gewicht atmest du anders. Schuld und Haben

2. Juni 2025 by GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Unter dem Gewicht atmest du anders. Schuld und Haben

Ausstellung

mit Alice Creischer, Moyra Davey, Denise Ferreira da Silva & Arjuna Neuman, Toon Fibbe, Lili Huston-Herterich, Santu Mofokeng, Natascha Nassir-Shahnian, Jochen Schmith, Miriam Stoney

  1. Juni – 07. September 2025

Eröffnung: Freitag, 06.06.2025, 19 Uhr

mit der Performance Der Waagenrat von Miriam Stoney um 22 Uhr

Pressegespräch: Donnerstag, 05.06.2025, 11 Uhr

Schulden sind umfassende soziale, ökonomische und politische Prozesse, die sich global ebenso wie lokal in Realitäten, Geschichten und Repräsentationen einschreiben. Zwischen Versprechen, Zwang und vermeintlicher Schuld prägen suggestive Aufladungen und unpersönliche Messbarkeit abstrakte Vorstellungen von Schulden, konkret aber formen sie Menschen und ihre Umgebungen. Die Gruppenausstellung Unter dem Gewicht atmest du anders. Schuld und Haben führt künstlerische Formen des Close reading (aufmerksames Lesen) von Materialien und Narrativen zusammen, die sich mit diesen Vor- und Darstellungen, mit Formen von Extraktion und Möglichkeiten des Sich-Entziehens auseinandersetzen.

Die Bilder und Verstrickungen, die die Künstler:innen in Unter dem Gewicht atmest du anders. Schuld und Haben aufgreifen, sind Teil eines verschuldeten Daseins, in dem sich die abstrakten Operationen von Schulden in Beziehungen niederschlagen. Indem sie die Materialität des Geldes betonen, die willkürliche Verbindung von Gewicht, Wert und Fortschritt inszenieren oder die komplexen Zusammenhänge zwischen Ausbeutung und Akkumulation auflösen, hinterfragt die Ausstellung, in was wir täglich bewusst oder unbewusst investieren:

Moyra Davey rückt in Detailaufnahmen von US-amerikanischen Pennies auf prägnante Weise das Geld und seine doppelte Prägung durch Macht und Zirkulation in den Blick. Toon Fibbe kommentiert in Lady Credit or Finance in Drag die Vorläufer der immateriellen Finanzmärkte von heute um 1700 herum. Lili Huston-Herterich beschäftigt sich in der Videoarbeit The Treasury mit der Geschichte einer verarmten, ehemals alkoholabhängigen Künstlerin, die für Jahrzehnte ein verlassenes Bankgebäude besetzt, um darin zu leben und zu arbeiten. So verknüpft sie das Verhältnis von Ökonomie und Gesundheit zu einer polyphonen Erzählung von Beziehungen und Erwartungen, von Zugängen und ‚Wachstum‘ sowie einer queeren Lektüre des Gebäudes. Miriam Stoney manipuliert die Zifferblätter von Waagen und spielt mit Ungleichgewichten in unterschiedlichen Kontexten. Santu Mofokengs Fotografie Aus/Luderitz hat einen direkten Bezug zu Bremen und der deutschen Kolonialgeschichte, die sich als unaufhebbare Schuldbeziehung in die namibische Landschaft eingeschrieben haben. Den Entsprechungen dieser Schuldeinschreibungen in deutschen Landschaften geht Natascha Nassir-Shahniannach, um einen offenen Dialog anzustoßen. Denise Ferreira da Silva und Arjuna Neuman gehen in der chilenischen Atacema-Wüste den Spuren von Geschichte nach, die – so sehr versucht wird, sie zu verschleiern – durch das trockene Klima konserviert wird. Alice Creischer untersucht in ihrer Installation Proudhon, die Gesellschaft des 10. Dezember und der Club der faulen Debitoren die Verhältnisse zwischen intellektuellen, politischen und ökonomischen Kräften anhand eines mehrteiligen Puppenspiels. Das Künstler:innenkollektiv Jochen Schmith verbindet die Privatisierung von Parks mit Logiken von Arbeit und Nicht-Arbeit in abstrakten Kompositionen aus geschredderten Geldscheinen.

Dass die Ausgangslage der gezeigten Arbeiten zumeist unpersönliche, zählbare Werte oder die Vorteile einzelner sind, es aber selten um Werte und Gerechtigkeit geht, ist eine Folge vermeintlich unumgänglicher Schuldprinzipien. Abstrahieren und von diesen Vorgängen unberührt bleiben bedeutet, Erfahrungen in Bezug auf Geschichte, Erinnerung, Identitäten, gebaute und ungebaute Umgebungen zu ignorieren. Die Integration dieser Aspekte bietet im Gegenteil Möglichkeiten, mit unserer verschuldeten Realität umzugehen.

Symposium DEBT. Unsettling Matters of Interest

Die Ausstellung ergänzt sich wechselseitig mit dem Symposium DEBT. Unsettling Matters of Interest, das am 22. und 23. Mai in der GAK stattfand. Die Konjunktur von Schulden im politischen Diskurs steht im engen Zusammenhang mit Veränderungen der globalen Kräfteverhältnisse und sich wandelnden Umweltbedingungen. Im Anschluss an Leigh Claire LaBerges Absage an eine „zunehmende Abstraktion“ von Verwertungsprozessen erkundet das Symposium die soziale und kulturelle Produktivität von Schulden entlang der Knotenpunkte „Körper“, „Ökologien“ und „Infrastrukturen“.

Kooperationspartner:innen

Das Projekt ist eine Initiative der Universität Bremen und der Gesellschaft für Aktuelle Kunst in Kooperation mit der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Hochschule für Künste Bremen / Klasse Temporary Spaces, die eine räumliche Aktivierung für das Symposium entwickelt hat.

Begleitveranstaltungen

So, 22.06., 17:00

Lecture Performance von Natascha Nassir-Shanian

Di, 24.06., 01.07. & 08.07., 11:00

Schuld/Fragen, Vermittlungsformate von Studierenden der Universität Bremen / Seminar Sarah Lüdemann

Do, 17.07., 19:00

Ein gemeinsames Lesen von “Denise Ferreira da Silva – Unbezahlbare Schulden: Szenen des Werts, gegen den Pfeil der Zeit gelesen”

Do, 21.08., 19:00

Führung & Brettspieleabend zu Schulden

So, 07.09., 15:00

Führung

Kategorie: Allgemein

Quickie-Führung – Sex im Tierreich

17. März 2025 by Übersee-Museum Bremen

Erfahrt in nur 30 Minuten Spannendes zur Fortpflanzung im Tierreich. Wie findet man in der Tiefsee einen Partner, wer hat den Längsten, und wer baut Nester nur durch Hinterngewackel? – Das sind nur drei von vielen Themen, die aufgegriffen werden.

Kategorie: Allgemein

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