Museen in Bremen

Museen, Ausstellungen und kulturelle Bildung in Bremen

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DER ANDERE BLICK

23. November 2020 by Galerie Kramer

Die Ausstellung versammelt fünf künstlerische Positionen, die mit unterschiedlichen Medien den Blick auf die Welt thematisieren.

Esther Adam setzt auf die sinnliche Wirkung von Material.

Ihre aus Keramik, Bronze oder Stahl geformten Objekte entfalten ihre Wirkung häufig erst durch ihre überraschende Anordnung im Raum. Wenn sich z.B. spitze Kegel in den Raum schieben, kann man nur durch eine Änderung der eigenen Körperhaltung darauf reagieren. Wahrnehmung wird so zu einem mehrdimensionalen Prozess.

Veronika Dobers beschäftigt sich mit dem Denken an sich.

Ihre zwischen Zeichnung und Malerei changierenden Hinterglasmalereien zeigen reduziert gezeichnete Elemente, wie Tropfen, Strohbündel oder die Umrisse menschlicher Figuren, die sie zu rätselhaften Kombinationen zusammen fügt.

Nathalie Gebert bringt die Kulturgeschichte des Webens mit der Entwicklung der Computertechnologie zusammen.

Dafür hat sie eine Apparatur konstruiert, die punktuell einen Faden bedruckt und auf verschieden große Rahmen aufspannt. Der Faden wird horizontal, ähnlich dem Kettfaden eines Webstuhls auf einen von 3 Metallrahmen aufgespannt und wieder abgerollt während er auf den nächsten Rahmen aufgewickelt wird. Durch die unterschiedliche Rahmengröße entsteht jedes Mal ein anderes Muster.

Jean-François Guiton zeigt zwei Video-Installationen, die an unseren zerstreuten Alltags-Blick anknüpfen.

Ein Lichtkegel auf dem Tisch oder ein Spiegel an der Wand verbergen „Projektionen“, die die Eindeutigkeit des Sichtbaren wanken lassen. Das Ins-Licht-Gebrachte hinter dem Spiegel kann unter die Haut gehen.

Noriyuki Suzuki beschäftigt sich mit der Unzulänglichkeit menschlicher Wahrnehmung.

Seine Installation, * (astheristik) ist eine Apparatur aus langsam rotierenden Metall-Ringen, in deren Mitte ein Apfel befestigt ist, der von 4 Kameras gefilmt wird. Auf 4 Monitoren daneben werden digitale  Arbeitsprozesse sichtbar gemacht.

Kategorie: Allgemein, Ausstellung

Was ist der Rest – Max Brück, Timofej Kratz & Johannes Listewnik

21. Oktober 2020 by MMS Offspace Bremen

Max Brück, Timofej Kratz & Johannes Listewnik

Über den Versuch einer Verortung des zeitlich Flüchtigen nähern sich Max Brück (*1991), Timofej Kratz (*1984) und Johannes Listewnik (*1988) der Frage nach dem Wie des künstlerischen Erzählens. Dabei verstehen sie den Akt des Kunstmachens als eine Transformation: eine Verwandlung geht dem Werk voraus. Aber was bleibt von den Erfahrungen, die Künstler*innen im Schaffen durchlaufen und erzeugen? Was außen vor bleibt, ob das Werk Gefäß dieser Erfahrung sein kann, ob es etwas aufhebt oder doch nur eine Aufhebung stattfindet, ist die zentrale Frage der Ausstellung. Denn: Was erzählt die Schmetterlingssammlung noch von den Jagden, die ihr vorausgingen, und was wird ein Archäologe der Zukunft aus ihnen lesen können?

Die Ambivalenz dieses Restes spiegelt einen dialektischen Prozess, in dem das Werk sich immer wieder selbst erzeugt, erhält, und zugleich doch stets in Auflösung begriffen ist. Gilt es, Schicht um Schicht des Definitorischen abzuschälen, um zu diesem Rest vorzudringen? Oder zeigt er sich dann, fliehend, wenn die Konstellationen es erlauben? Max Brück öffnet in seiner „Diathek“ die Ordnung von Vergangenem im Medium Fotografie und bricht mit der vermeintlichen Deutungshoheit des historischen Archivs. In Abhängigkeit des Lichteinfalls im Raum entstehen immer neue zeitliche Überlappungen und Verdichtungen. Die vor Ort, kurz vor Eröffnung der Ausstellung entstandene, performative Malerei von Timofej Kratz, fungiert als Scharnier zwischen dem Akt ihrer Entstehung und dem sich öffnenden Raum der Veräußerung. Sie verweist so auf den konkreten Prozess des Schaffens, ist Zeuge einer Verwandlung und zugleich Autogenese. Ähnliches geschieht auch bei Johannes Listewnik. Er zeigt einen Ansatz, der klassische malerische Stilmittel mit Textfragmenten konvergieren lässt. Das Material wird zum Zeugen einer stetig fortschreitenden Erzählung, die Farbschichten zum Zeit- und Gedanken-Container.

Der Begriff des Restes ist allen gezeigten Positionen als Ausdruck eines Anderen eingeprägt. Arbeits- und Zeitverläufe werden sicht- und erfahrbar gemacht, indem sie in ihrer jeweiligen Materialität und situativen Transparenz zur Entfaltung kommen. Die zeitliche Dimension des Erzählens löst sich jedoch gerade in ihrer Werkhaftigkeit wieder auf, wird zu Schicht und Sammlung. Was bleibt? Was ist dieser Rest, der jetzt losgelöst vom Akt seiner Entstehung, dem Blick des Betrachters bedarf, um von Neuem und immer als ein Anderer zur Welt gebracht zu werden? Der Rest, das ist vielleicht das stets Unauffindbare, immer Entfliehende: der Raum zwischen den Erzählungen.

Miriam Bartosch

Kategorie: Ausstellung

Angebot zur Ausstellung: Tafel, Griffel & Co – Leben und Lernen vor 100 Jahren

19. Oktober 2020 by Schulmuseum Bremen

empfohlen für alle Altersstufen

Im historischen Klassenraum beginnt eine Zeitreise in die Schule um 1900. Mit Griffel und Schiefertafel erleben die Schüler/innen den Unterricht in alten Schulbänken. Schulalltag und Erziehungsvorstellungen aus der Kaiserzeit kann man auf diese Art spielerisch kennenlernen.

Kategorie: Ausstellung, Bildung & Vermittlung Stichworte: Ausstellung

Keine Freundin von … Bildhauerinnen, die Sie kennen sollten

14. Oktober 2020 by Gerhard-Marcks-Haus

Noch heute wird mit großer Selbstverständlichkeit die (falsche) Aussage wiederholt, Künstlerinnen und besonders Bildhauer-innen habe es bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum gegeben. Die Kabinettausstellung macht Bildhauerinnen sichtbar, deren Arbeiten zeitgenössische Beachtung fanden und unverdient in Vergessenheit gerieten. Ausgangspunkt ist dabei Hanna Koschinsky (1884–1939), die mit ihren Plastiken am Puls der Entwicklungen war, an europäischen Hotspots der Bildhauerei erfolgreich ausstellte und arbeitete – und trotzdem heute als unbekannt gilt. Bereichert wird die Ausstellung durch Leihgaben aus der Samm­lung K. H. Knauf, u. a. von Lore Friedrich-Gronau (1905–2002), Dorothea von Philipsborn (1894–1971) und Christa Winsloe-Hatvany (1888–1944). Die Präsentation findet im Rahmen des Jubiläumsprogramms »Paula Modersohn-Becker und ihre Weggefährtinnen. Der unteilbare Himmel« (29. Juni 2025 bis 18. Januar 2026) statt.

Christa Winsloe-Hatvany, Antilope, ca. 1914, Bronze, Sammlung K. H. Knauf, Berlin, Foto: Markus Hilbich

Mehr Ausstellungen des Gerhard-Marcks-Hauses finden Sie hier.

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Kategorie: Ausstellung

Paris auf Papier

14. Oktober 2020 by Kunsthalle Bremen

Um 1900 war Paris das Zentrum der Moderne, eine Kunstmetropole von Weltrang. Ganze Generationen von Malerinnen und Malern zog es im 19. und frühen 20. Jahrhundert in die Stadt an der Seine. Begleitend zur Ausstellung „Geburtstagsgäste. Monet bis van Gogh“präsentiert das Kupferstichkabinett der Kunsthalle Bremen aus eigenen Beständen ein Panorama graphischer Arbeiten von Constantin Guys über Mary Cassatt bis zu Henri de Toulouse-Lautrec, die das Leben in der französischen Metropole illustrieren.

Kategorie: Ausstellung Stichworte: Ausstellung, Kupferstichkabinett

Kabinettausstellung im Zentrum für Künstlerpublikationen

12. Oktober 2020 by Weserburg

Eine Kabinettausstellung im Zentrum für Künstlerpublikationen
Von 1988 bis 2018 beschenkte der Unternehmer Peter Norton (Kalifornien) Freunde, Kollegen und ausgewählte Institutionen jährlich im Rahmen seiner Peter Norton Family Christmas Gifts – kleine Kunstwerke in Auflage, jeweils extra für dieses Projekt konzipiert. Zu den Künstler*innen zählen unter anderem Christian Marclay, Kara Walker und Lawrence Weiner. Auch das Weserburg Museum für moderne Kunst gehörte zu den Empfängern. Das Zentrum für Künstlerpublikationen präsentiert passend zur Weihnachtszeit einen Überblick dieser künstlerischen Gaben.

Kategorie: Ausstellung

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