Museen in Bremen

Museen, Ausstellungen und kulturelle Bildung in Bremen

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Museumszeit

Where Does Your Heart Belong? Werke aus der Signum Foundation

27. April 2018 by Weserburg

Die gleichermaßen an Herz und Verstand appellierende Ausstellung bietet einen Einblick in eine herausragende polnische Privatsammlung. Die hier gezeigte pointierte Auswahl an Arbeiten ist in dieser Form erstmals in Deutschland zu sehen. Die Werke stammen aus der in Poznań beheimateten, aber auch in Łódź und Venedig ansässigen Signum Stiftung, die 2002 von Hanna und Jarosław Przyborowski begründet worden ist. Ihre mediale Spannbreite reicht von Malerei, über Skulptur zu Performance- und Prozesskunst, über Fotografie, Neon-Textarbeiten, Konzeptkunst bis hin zu recht provokanten und verstörenden Selbst-Inszenierungen, in denen überkommene Rollenmuster kritisch hinterfragt werden. Die Liste der beteiligten Künstlerinnen und Künstler liest sich wie ein „Who’s Who?“ der polnischen Kunst.

Kategorie: Ausstellung

Usha Seejarim. Life Force

7. März 2018 by Gerhard-Marcks-Haus

Aus Anlass des neben dem Gerhard-Marcks-Haus neu aufgestellten Mahnmals »Force – Death by Drowning« zeigt eine Kabinettausstellung im Museum Papierarbeiten der für das Denkmal verantwortlichen südafrikanischen Künstlerin Usha Seejarim (geb. 1974). »Life Force« verbindet die Auseinandersetzung mit struktureller Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und institutioneller Gewalt mit den Themen Resilienz, Würde und Beharrlichkeit des menschlichen Lebens angesichts von Unterdrückung. Die Werkgruppe, die über das Material (Papier aus Schalen der Kaffeebohne) auch auf Bremens Rolle im weltweiten Kaffeehandel verweist, lässt über die benutzten Wortkombinationen über Heimat, Zugehörigkeit und Ausgrenzung nachdenken.

 

Mehr Ausstellungen des Gerhard-Marcks-Hauses finden Sie hier.

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Kategorie: Ausstellung

Cindy Sherman. Werke aus der Olbricht Collection. Hauptausstellung 2018

27. Februar 2018 by Weserburg

Die Weserburg präsentiert in einer großen Einzelausstellung über 60 Fotoarbeiten der Amerikanerin Cindy Sherman aus nahezu allen Werkphasen. Ein derart großes Konvolut von Bildern der weltbekannten Künstlerin wird damit zum ersten Mal in Norddeutschland zu sehen sein. Die Werke stellen innerhalb der Olbricht Collection einen ganz besonderen Sammlungsschwerpunkt dar. Cindy Sherman gilt in der Öffentlichkeit als bedeutende feministische Künstlerin. Die von Thomas Olbricht zusammengestellten Werke machen indes deutlich, dass das Gesamtwerk weit vielfältiger ist. In der Tat hat die Künstlerin die Debatten um „Weibliche Identität“, um gesellschaftlich verankerte Rollenmuster und die damit verbundenen Erwartungshaltungen und Klischees enorm bereichert. Doch geht es in dieser Ausstellung auch um existentielle Themen, um Träume, Ängste und bisweilen verstörende und erschreckende Gewalt- und Todesfantasien und damit letztlich um ein tieferes Verständnis des Gesamtwerks dieser wichtigen Künstlerin.

Kategorie: Ausstellung

Junges Blut. Ausstellungs- und Kooperationsprojekt mit der Kunstschule Wandsbek

27. Februar 2018 by Weserburg

Junges Blut klingt wie eine Frischzellenkur. Und in der Tat bietet das Kooperationsprojekt mit der Kunstschule Wandsbek überraschende Einblicke in das Denken und Wirken junger Menschen. Inspiriert von der großen Sonderausstellung „Proof of Life / Lebenzeichen“ hat eine Gruppe von 13 Studierenden eigene künstlerische Arbeiten und Konzepte entwickelt. Brisante Fragen, die die eigene Identität, aber auch existenzielle Erfahrungsbereiche wie Tod und Leben berühren, werden auf vielschichtige Weise thematisiert. Ziel war es, den Studierenden für Kommunikationsdesign die Möglichkeit zu geben, künstlerisch frei zu arbeiten. Zugleich konnten sie die nötigen gestalterischen und organisatorischen Abläufe einer Ausstellungsproduktion kennenlernen. So sind spannende bisweilen sehr persönliche Arbeiten entstanden. Die erfolgreiche Kooperation mit der Kunstschule Wandsbek findet mittlerweile zum dritten Mal statt.

Kategorie: Ausstellung

Josef Scharl. Zwischen den Zeiten

21. Februar 2018 by Museen Böttcherstraße

Josef Scharl zählte in den 1920er Jahren zu den aufstrebenden Künstlern in Deutschland. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten gab es jedoch für den politisch linksorientierten Maler keine Perspektive in seiner Heimat. Der Münchener sah sich vor allem wegen seiner sozialkritischen und antimilitaristischen Kunstwerke starker Diskriminierung ausgesetzt und wurde 1935 mit einem Ausstellungsverbot belegt. 1938 emigrierte er schließlich ohne seine Familie und Freunde in die USA und die zahlreichen Kontakte zur Kunstszene brachen ab; sein außergewöhnliches Werk geriet nahezu in Vergessenheit. Die letzte Retrospektive liegt nahezu 20 Jahre zurück. Das Paula Modersohn-Becker Museum präsentiert nun vom 18. Februar bis zum 3. Juni 2018 eine Ausstellung mit rund 45 Kunstwerken von Josef Scharl.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Ernst Barlach Haus in Hamburg, in dem die Ausstellung als zweite Station zu sehen sein wird.

€ 8/6 ermäßigt, Kinder frei

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog: € 25 (Museumsausgabe)

Kategorie: Ausstellung Stichworte: Bremen, Erster Weltkrieg, Expressionismus, Josef Scharl, Klassische Moderne, Kunst, Museen Böttcherstraße, Paula Modersohn-Becker Museum, Wiederentdeckung

25. VIDEOKUNST FÖRDERPREIS

12. Februar 2018 by GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst

Eröffnung: Freitag, 16.März 2018, 19 Uhr

Die Präsentation zum 25. Jubiläum des Bremer Videokunst Förderpreises findet in der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst statt. Die drei prämierten Arbeiten setzen sich mit einigen der großen Fragestellungen des Kapitalismus im 21. Jahrhundert auseinander: Arbeit und Optimierung, Authentizität im Kontext von Globalisierung sowie dem sich wandelnden Verhältnis von Mensch und Maschine. Der Schwere der Themen werden dabei ausreichend Ironie und absurde Elemente entgegengesetzt. Die Filmebene wird darüber hinaus auf installative oder performative Weise erweitert.

Mensch gegen Maschine, künstliche Intelligenz, Cyborgs und BigData beschwören heute mehr denn je das Ende der Arbeit und werfen Fragen nach der Rolle des Menschen in unserer Zeit auf – auch danach, wer wen in welcher Weise kontrolliert. THE RANDOM COLLECTIVE (Kollektiv von 19 Künstler/innen aus ganz Europa) widmet sich in WORKERS4 diesen Fragen, wobei der Herstellungsprozess des Werkes zugleich auch Teil der Auseinandersetzung mit potentiellen (künstlerischen) Arbeitsweisen darstellt: Die 19 Kulturschaffenden haben sich in einem experimentellen Videolabor getroffen, in dem kollektiv und interdisziplinär gearbeitet wurde. So entstand eine unvollständige Oper in 5 Akten, in der die Rolle von (Kultur)Arbeiter/innen in ihrer automatisierten, globalisierten und überwachten Gegenwart und Zukunft verhandelt wird.

40h, max. 2 Monate von STEFANIE SCHROEDER (*1981 in Weimar, lebt in Leipzig) entstand, nachdem das Jobcenter die Künstlerin zur Teilnahme an einer Maßnahme zur Optimierung ihrer Situation als selbstständige Künstlerin angehalten hatte. Die Arbeit geht den Fragen nach: Was bedeutet Optimierung? Wie werde ich als Individuum beschrieben, eingepasst und gegebenenfalls verformt? Gesprächsnotizen, Hand-Outs und Korrespondenzen der Treffen ergeben gemeinsam mit Auszügen aus Traum-Tagebüchern, Bildbearbeitungstutorials und Stockfotoportalen das Script für eine Inszenierung zwischen Powerpoint-Präsentation und Videoessay

Hallstatt von JULIA WEIßENBERG (*1982 in Bergisch Gladbach, lebt in Köln) kombiniert Aufnahmen aus dem österreichischen Hallstatt und der gleichnamigen Kopie des Dorfes, das sich in der südchinesischen Provinz Guangdong befindet. Durch die Montage verschmelzen die unterschiedlichen Orte miteinander. Weißenberg reflektiert Fragen zu Original und Kopie sowie zur Authentizität im Kontext des Tourismus, der Globalisierung bzw. der Hyperkulturalität. Durch den Einsatz von 3D-Animationen setzt sich diese Auseinandersetzung auf der Bildebene fort und wird durch eine Pflanzen-Installation inhaltlich erweitert: Die gesellschaftspolitische Dimension von invasiven Neophyten lässt sich im beschaulich anmutenden Gartenidyll im Ausstellungsraum diskutieren.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Filmbüro Bremen und wird kuratiert von Sarah Maria Kaiser.

Kategorie: Ausstellung Stichworte: Ausstellung, Installation, Performance, Videokunst

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